Dunkler Schokoladenkuchen mit Orangen-Ganache (Vegan)

Bei dem kalten Wetter am Wochenende hatte ich Heißhunger auf Schokolade.

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Dieses Rezept von Gretchen war mir schon vor einigen Wochen aufgefallen als ich ihren YouTube Kanal durchgeschaut habe. Gretchen hat viele tolle Rezepte und ihre Videos sind sehr gut erklärt. Sie ist Konditormeisterin mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung. Wie wunderbar von so einem Profi zu lernen! Sie lebt seit 8 Jahren vegan und hat kürzlich ihre Website komplett auf veganes Backen umgestellt, um auch beruflich ihren Überzeugungen zu folgen. Super gemacht, Gretchen! Nichts zerstört die Seele mehr als etwas zu machen hinter dem man nicht mehr steht. Sie beantwortet aber noch Fragen zu ihren nicht-veganen Rezepten, was ich toll finde.

Das Faszinierende an den Grundrezepten für vegane Kuchen ist die Tatsache, dass man die Zutaten meistens immer vorrätig hat. Wenn ihr kein Müslifan seid wie ich, dann müsst ihr vielleicht Leinsamen einkaufen. Ich musste zunächst das englische Wort „flax seed“ nachschlagen. Es stellte sich heraus, dass es einfach ein anderes Wort für „linseed“ also Leinsamen ist.

Die Leinsamen in einem guten Küchenmixer zerkleinern und ihr habt Leinsamenmehl, das als Eier-Ersatz in diesem Rezept dient. Zusammen mit dem heißen Wasser entsteht eine dicke Paste. Die Leinsamen konnte ich im gebackenen Kuchen nicht herausschmecken. Die Schokolade war definitiv ganz vorn und auch die Orange.

Für dieses Rezept braucht ihr übrigens keine Küchenmaschine. Ein guter Schneebesen und etwas Muskelkraft reichen völlig aus.

Kuchenrezept:

Übersetzung vom Originalrezept von Gretchen:

  • 212 g Mehl
  • 150 g Zucker
  • ½ TL Salz (3 g)
  • 1,5 TL Backpulver (6 g)
  • 1,5 TL Natron (6g)
  • 100 g Kokosöl (geschmolzen)
  • 360 ml kochendes Wasser
  • 70 g Kakao (keine Trinkschokolade, sondern dunkler Kakao zum Backen)
  • 48 g gemahlene Leinsamen
  • 135 ml heißes Wasser
  • 2 TL Vanilleextrakt

Zubereitung

  • Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen
  • Backformen einfetten und unten mit Backpapier auslegen (ich habe 2 x 20 cm runde Backformen verwendet)
  • Gemahlene Leinsamen und 135 ml heißes Wasser mit einem Schneebesen glattrühren und mindestens 15 Minuten stehen lassen bis es eindickt.
  • Mehl, Zucker, Salz, Backpulver, Natron in einer großen Schüssel mit einem Schneebesen verrühren
  • Das Kokosöl, 360 ml kochendes Wasser und den Kakao in einer Schüssel gut verrühren.
  • Die Kakaomasse zusammen mit der Leinsamenpaste und dem Vanilleextrakt in das Mehlgemisch geben und gut mit dem Schneebesen verrühren.
  • Teig zwischen den Backformen aufteilen und für ca. 22-25 Minuten backen bis die Oberfläche zurückspringt, wenn ihr sie leicht eindrückt. Oder Stäbchentest machen.
  • Kuchen auskühlen lassen und dann auf einem Kuchengitter stürzen und weiter auskühlen lassen.

Füllung: Den Kuchen habe ich mit einer Ganache aus 200 ml Sojasahne und 200 g dunkler Schokolade (70% Kakao) gefüllt. Für den Orangengeschmack habe ich die Schale einer Bio Orange für zwei Stunden in der Sahne ziehen lassen. Die Sahne kurz aufkochen und über die gehackte Schokolade gießen. Ich habe zusätzlich noch 2 TL Orangenlikör unter die Ganache gerührt. Die Ganache dann ca. 2 Stunden zur Seite stellen bis sie auf Zimmertemperatur abkühlt ist. Dann kurz mit dem Mixer aufschlagen.

Kuchen zusammenstellen: 20 ml Wasser und 20 g Zucker im Topf erhitzen bis der Zucker geschmolzen ist. Zwei TL Orangenlikör unterrühren und zur Seite stellen.

Einen Kuchen mit der unteren Seite nach oben auf eine Teller stellen und mit dem Zuckersirup bestreichen.

Die Ganache in einen Spritzbeutel füllen und damit den Kuchen füllen. Lasst etwas Ganache übrig, wenn ihr den Kuchen wie ich damit oben verzieren wollt. Ihr könnt die Ganache natürlich auch mit einer Palette auftragen.

Den Boden des anderen Kuchens auch mit Sirup bestreichen, vorsichtig umdrehen und auf den anderen Kuchen platzieren.

Ich habe den Kuchen mit kleinen Ganache-Blümchen und Scheiben der Bio Orange verziert. Schneidet die Orangenstücke aus ihrer Haut heraus, da das besser aussieht und auch schmeckt. Passend zum Winterwetter habe ich den Kuchen kurz vorm Servieren mit etwas Puderzucker bestreut. Da der Kuchen sehr saftig ist, zieht der Puderzucker schnell ein.

Der Kuchen ist wirklich super lecker. Sehr saftig und schokoladig.

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