Kokoskuchen mit Kokosfüllung und weißer Ganache (vegan)

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“Tschüss” zu sagen, ist oft eine bittersüße Erfahrung. Und dieser Abschied war bittersüß. Auf der einen Seite freue ich mich sehr für meine Freunde, dass ihre Pläne sich so perfekt gefügt haben und dass ein Neuanfang vor ihnen liegt. Aber ich bin auch traurig, da sie aus einer spontanen „Lass-uns-uns-mal-treffen“-Distanz von knapp 40 Minuten Autofahrt in eine nicht so spontane Distanz von 5-6 Stunden Autofahrt ziehen.

Man sagt, dass man später im Leben nie wieder Freunde macht wie damals in der Schule oder Uni. Und da ist auf jeden Fall was dran. Ich habe eine liebe Jugendfreundin vor einigen Jahr via Facebook wiedergefunden. Wir hatten seit Jahren kein Kontakt mehr. Und ich meine Jahre. Mehr als 20 Jahre. Wir haben zunächst telefoniert und ihre Stimme war mir immer noch so vertraut. Plötzlich waren wir wieder in der Schule, haben uns nach der Schule getroffen, haben unsere erste heimliche Zigarette geraucht. Wir haben stundenlang telefoniert als hätten wir uns nie aus den Augen verloren. Und als wir uns dann endlich persönlich getroffen haben…was für ein Wiedersehen!

Aber obwohl es schwierig ist, solche Freunde später im Leben kennenzulernen, ist es nicht unmöglich. Und diese Freunde sind ein gutes Beispiel dafür. Positiv gedacht, bedeutet der Umzug natürlich, dass wir uns das nächste Mal für ein langes Wochenende treffen werden und das wäre dann länger als unsere bisherigen Treffen.

Für die Abschiedsgartenparty entschied ich mich für etwas mit Kokosnuss entscheiden. Da meine Freunde Veganer sind, musste der Kuchen natürlich auch vegan sein. Ich habe schon einige vegane Kuchen gebacken, das war nicht das Problem. Eher die Vielfalt an Rezepten, die zur Auswahl stehen.

Kuchen

Ich habe ein Rezept des Schweizer Bäckers Marcel Paa gebacken. Den Orangensaft habe ich durch Kokosmilch ausgetauscht und den Teig zwischen zwei 20 cm runden Backformen geteilt. Obwohl das Stäbchen nach der angegebenen Backzeit sauber war, sank der Kuchen beim Abkühlen etwas ein. Ein Zeichen, dass er doch nicht ganz durch war. Einen Kuchenboden konnte ich nicht verwenden, aber ich hatte ja 3 Stück, also war alles gut. Ich werde den Kuchen nochmal backen, um zu sehen, ob es wieder passiert und/oder etwas länger backen. Vielleicht weil ich keinen Saft wie im Rezept angegeben sondern Kokosmilch verwendet habe? Die Säure im Saft verbindet sich mit dem Backpulver und hilft den Kuchen höher zu backen.

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Trotz Stäbchentest nicht durchgebacken.

Füllung

Ich habe Gretchen’s Kokosfüllung von ihrem Almond Joy Cake angepasst. Hierfür habe ich meine eigene Kondensmilch aus 400 ml Kokosmilch hergestellt. In einem Topf kurz aufkochen und 150 g Zucker einrühren. Kurz aufkochen lassen und den Zucker einrühren. Dann für 30 Minuten köcheln lassen. Die Ganache habe ich aus veganer weiße Schokolade und Kokosmilch gemacht (2:1 Schokolade:Milch). Wieso müssen die veganen Produkte eigentlich so teuer sein? 80 g Schoko kosten €1,95 (ich habe vier Tafeln verwendet).

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Küchenkatze „Hilly“ macht gerne „photobombing“

Die Kuchenböden habe ich mit Fruchtsaft für zusätzlichen Geschmack eingestrichen. Die Böden habe ich dann mit Ganache und der Kokosfüllung gefüllt, den kompletten Kuchen mit Ganache eingestrichen, an den Rändern Kokosraspeln angedrückt und den Kuchen für einige Stunden in den Kühlschrank gestellt.

Verzierung

Da mir ein Tortenboden fehlte, hatte ich noch Kokosfüllung und Ganache übrig. Ich habe etwas von der Füllung oben auf die Torte gestreut und die Reste dann mit der Ganache verrührt. Die Masse habe ich dann in 10 kleine Bällchen gerollt, in gepufften Quinoa gewälzt und in den Kühlschrank gestellt. Bevor ich zur Party fuhr, habe ich etwas Kokosblütenzucker über die Torte gestreut und mit den Kokosganache Bällchen und Kokoschips dekoriert.

Wie ihr sehen könnt, ist die obere Kokospraline halb mit Schokolade überzogen. Dies ist einer der veganen „Raffaelos“, die ich am Vortrag zubereitet habe. Die Konsistenz und der Geschmack ist eher wie ein Bounty Riegel, aber nicht so süß. Deshalb habe ich mich entschieden sie in Schokolade zu tauchen. Die Kokospralinen, die ich aus der Füllung und der Ganache gemacht habe, ähneln eher Raffaelos, da die Ganache eine schöne cremige Konsistenz hat.

 

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Die Raffaelos habe ich getrennt serviert.

Rezepte

Kuchen: http://www.einfachbacken.ch/veganes-biskuit-grundrezept/

Füllung: http://www.gretchensbakery.com/almond-joy-cake/

Vegane “Raffaelos”: http://www.veganblatt.com/rohkoestliche-raffaello