Saftiger Möhrenkuchen

Ostern 2015 habe ich die wahre Geschichte über welches Tier uns ursprünglich die Ostereier gebracht hat, erzählt.

Und da jede Geschichte einen guten Kuchen braucht, habe ich diesen absolut köstlichen Möhrenkuchen von Summer von CakePaperParty gebacken.

Leider war ich erkältet und konnte die ganze Symphonie aus Möhren, Ananas, Walnüssen, Ingwer und Zimt nicht 100% genießen, hatte mir aber vorgenommen, ihn auf jeden Fall noch einmal zu backen.

Und jetzt ist es 2017, und ich habe ihn bis heute nicht ein zweites Mal gebacken. Wie schade. Meine Pläne für Ostern stehen noch nicht fest, aber sollte es meine Zeit zulassen, habe ich mir fest vorgenommen, den Möhrenkuchen noch einmal zu backen.

Den Kuchen habe ich mit Buttercreme verziert und die farbige Buttercreme mit einem kleinen Spachtel aufgetragen.

Jetzt aber die Geschichte!

Die Eulen vom Möhrenwald

Einmal vor langer langer Zeit haben die Eulen uns die Ostereier gebracht. Die Kunst und das Können ein Ei behutsam aufzuheben und über den Möhrenwald zu fliegen, wurde von einer Generation zur nächsten weitergereicht. Eulen wurden in jungen Jahren in der Kunst des Eierfliegens trainiert. Ein stolzer Moment für jede Eule, wenn sie zum ersten Mal ihr Ei aufhob und für Ostern fliegen durfte.

Aber die Zeiten änderten sich und so auch die Ostertraditionen. Plötzlich waren bunte Eier nicht mehr genug. Hühnereier wurden durch Schokoladeneier ersetzt. Diese kamen in allen möglichen Größen und Formen, waren fest oder mit Creme gefüllt. Kleine Pralinen wurden in einer Eierform zusammengepackt oder große Tassen gefüllt mit Schokoeier wurden auch beliebt. Diese neuen Ostereier waren für eine einzelne Eule zu schwer. Zwei oder drei Eulen wurden jetzt für den Transport eines dieser Eier benötigt. Die Eulen mussten früher starten und länger fliegen, um die Eier rechtzeitig zu liefern.

Eines Tages, einige Woche vor Ostern, wurde eine große Gruppe Hasen in den entfernten Bergen rund um den Möhrenwald gesichtet. Erschöpft, müde und durchgefroren erreichten sie den Schutz des Möhrenwaldes beim Einbruch der Dunkelheit. Sie waren tagelange unterwegs gewesen, denn ihre einst grüne Heimat hatte die letzten Jahre eine schwere Dürre erlitten. Nun im dritten Jahr waren alle Felder vertrocknet, das Möhrenlager leer gegessen und schweren Herzens mussten die Hasen ihre Heimat mit ihrem Hab und Gut auf der Suche nach einem neuen Zuhause verlassen. Die Eulen hießen die Hasen willkommen, gaben ihnen zu essen und Betten in den warmen Büschen und dem dichten Unterholz rund um den Möhrenwald. Am nächsten Morgen halfen die Eulen beim Auspacken, zeigten den Hasen wo die Erde für das Buddeln eines Baus besonders geeignet war und wo die Erde besonders fruchtbar für ihren Möhrenfelder war.

Nun sind Eulen schlaue Tiere, und die Kraft der Hasen blieb ihnen nicht unbemerkt.

Und so kam es, dass an diesem Osterfest und dann für alle zukünftigten Osterfeste die Hasen die Eier zu den Menschen brachten. Durch das dichte Unterholz des Möhrenwaldes zu laufen und zu springen, war für sie kein Problem. Die Eier trugen sie auf ihren Rücken in kleinen Körben, die die Eulen mit ihren Schnäbeln geflochten hatten.

Und da die Menschen eher nach unten und nicht nach oben schauen, erhaschten einige von ihnen manchmal einen Blick eines Hasens. Und so sagt die Tradition, dass es die Hasen sind, die uns Menschen die Eier zu Ostern bringen. Aber wenn ihr nach oben in die Baumkronen schaut, dann seht ihr vielleicht eine Eule, die über die Hasen wacht, während sie durch die Wälder laufen.

 

Rezept: CakePaperParty