Wieso ich „Smash cakes“ hasse

Dass wir in der westlichen Welt zu viel Essen wegwerfen, ist den meisten bekannt. Zu viel eingekauft, keine Zeit zum Kochen, nicht richtig gekühlt bzw. gelagert, falsch interpretiertes MHD und schon summieren sich die weggeworfenen Lebensmittel auf ca. 82 kg pro Person/pro Jahr in Deutschland. Das entspricht ca. 2 vollen Einkaufswagen.

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Lebensmittel jedoch bewusst wegzuwerfen, finde ich persönlich verwerflich und verantwortungslos. Die sogenannten „Smash Cakes“ (engl. to smash = zermatschen, zerschlagen) kommen aus den USA. Vielleicht übernommen von einer mexikanischen Tradition genannt „Mordida“oder von Brautpaaren, die sich am Hochzeitstag ihre Torte ins Gesicht werfen.

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Heutzutage werden die Kuchen meistens zum 1. Geburtstag eines Kindes gebacken. Kleine, dick mit Buttercreme überzogene Kuchen. Es ist dann total “niedlich” und “süß” zuzuschauen wie der Sprössling mit seinen Fingern durch den Kuchen matscht und in den Mund stopft. Die Fotos, hach, wie wunderschön! So ein lustiger Event! Die ganzen klebrigen schmierigen Kuchenreste werden dann, wenn sich der Nachwuchs im Zuckerkoma befindet, weggeworfen. Welche Werte werden den Kindern in Bezug auf die Bedeutung von Lebensmitteln mit auf den Weg gegeben? „Smash Cakes“ gibt es auch weiterhin für Erwachsene, z.B. Die Braut setzt sich in eine große Torte. Fotografen bieten jetzt auch spezielle Shootings an. Natürlich muss jeder seinen Lebensunterhalt verdienen, aber meiner Meinung nach nicht so.

Eine Einsicht gibt es vermutlich wohl eher nicht.

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