Esst mehr Kuchen

Ja, ich weiß – die liebe Religion. Im Alten Testament schon taucht das Opferlamm als typisches Opfertier auf. Im Christentum wird dann das unschuldige Lamm zum Synonym für einen ebensolchen Jesus. Das Lamm Gottes – Agnus Dei. Er starb für unsere Sünden und man gedenkt zu Ostern seines Opfers für uns Menschen. Und opfert dafür bei der Gelegenheit ein weiteres, diesmal garantiert unschuldiges Wesen. Zwingend logisch ist das nicht.

Und da Jesus wieder auferstanden ist, auch unfair. Denn den Lämmern ist die Wiederauferstehung weder vergönnt noch vorhergesehen.

Ich bin kein religiöser Mensch, und jeder soll bitte an das glauben was ihn glücklich macht. Aber ich wünsche mir man würde einfach mehr hinterfragen und nicht nur den Weg des „Das-haben-wir-immer-so-gemacht“ folgen. Denn Religion und Tradition können meines Erachtens nicht ein Freibrief für alles sein

Als ich noch Fleisch gegessen habe, habe ich auch Lamm gegessen. In England ist die Lammkeule ein besonderer Sonntagsbraten. Und ja, es hat mir geschmeckt. Ein ungewöhnlicher, würziger Geschmack. Ein komisches Gefühl hatte ich trotzdem. Denn ein Lamm ist ein Baby. Und so mehr fragte ich mich wieso wir auch noch die Babys der Tiere essen müssen.

Mutter und ihr Baby (Fotolia.com #81405685 | Urheber: Countrypixel)

Letztes Jahr wurden in Deutschland 21.200 Tonnen Lamm- und Schaffleisch erwirtschaftet; davon waren 17.800 Tonnen Lammfleisch. Das ist ein Plus von 700 Tonnen (3,6%) gegenüber 2015. In Lämmern gemessen waren das 43.500 Lämmer. Quelle: Statistisches Bundesamt

Man kann jetzt zur Osterzeit in den Bäckereien wieder kleine Kuchen in Form eines Osterlamms kaufen. Wenn man die Zeit hat, macht es natürlich mehr Spaß den Kuchen selbst zu backen. Die Backformen dafür gibt es in gut sortierten Geschäften und natürlich online.

Ist das nicht ein viel süßeres Gedenken?

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